Altstadtrundgang Eröffnung des historischen Philippsburger Altstadt-Rundgangs
Unter starker Beteiligung der Bevölkerung wurde feierlich der Philippsburger Altstadt-Rundgang eröffnet. Die Stadt erhofft sich hierdurch nicht zuletzt Impulse für den Tages- und Radtourismus. Bürgermeister Stefan Martus und Volksbank-Vorstand Andreas Hoffmann enthüllten hierzu die "Start"-Infotafel mit der Bezeichnung "Schloss". Ausgehend vom Philippus-Brunnen auf dem Ile-de-Ré-Platz sind an 17 Stationen in der Stadt so genannte Pylone im Boden verankert. Dies sind dreiseitige, farbige Informationssäulen, die auf der 1. Seite die Geschichte des Objektes am Standort und auf der 2. Seite Bilder oder Kupferstiche der Objekte oder von Teilen aus früheren Tagen darstellen. Die 3. Seite zeigt jeweils einen Stadtplan mit den 17 Stationen. Mit dessen Hilfe wird man an jeder Station vorbeigeleitet, gleichgültig, an welcher Stelle man mit dem Rundgang beginnt. Die 4. Dimension ist das historische Objekt in der heutigen Form am jeweiligen Standort.
Bürgermeister Martus sagte in seiner Rede zur Eröffnung des Rundgangs, dies bedeute die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Er dankte dem Gemeinderat, der das Projekt von Beginn an sehr positiv angenommen habe, ebenso der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt, vertreten durch Bankvorstand Andreas Hoffmann. Eine der "tragenden Säulen" im ganzen Geschehen sei Ekkehard Zimmermann gewesen, der die Texte lieferte und Inhalt und Standort der Tafeln mit festgelegt habe. Großes Lob erhielt die Firma LOGIKUM, Dr. Katarina Torzewski, Gernsbach für die Beratung, Layout und die Herstellung der Pylone. Dank sagte er auch Dr. Dahmen als Vorsitzendem des Vereins der Zinnfigurensammler, der die Genehmigung gegeben hatte, Teile der entsprechenden Sammlung im Festungs- und Waffengeschichtlichen Museum zu fotografieren. Wertvolle Arbeit habe mit hervorragenden Fotos Wolfgang Bubenitschek und viel Arbeit im Vorfeld der städtische Bauhof geleistet. Er freue sich, Bürgermeister einer Stadt zu sein, die eine solche geschichtliche Bedeutung aufweise. Das wenige Historische, das man noch habe, müsse erhalten und gepflegt werden. Dank des neuen Rundgangs könne man ab jetzt interessierten Einheimischen, hoffentlich vielen Schulklassen und auswärtigen Besuchergruppen die Geschichte der historischen und noch vorhandenen Gebäude und Plätze bildhaft vor Augen führen. "Wenigstens das sind wir unserer Stadtgeschichte schuldig."
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