Kultur

Druckversion
Redaktionssystem

Benutzer

Passwort


Badische Revolution 1848/49

Philippsburg als Zentrale der Freiheitsbewegungen im Bruhrain

Ideenschmiede (Beginn der Freiheitsbewegung)

Schon früh hatte sich der fortschrittlich gesinnte Teil der Philippsburger Bürgerschaft für die Ideen der Freiheit begeistert. Kein Geringerer als Josef Maria Nopp, der Vater des Verfassers der Geschichte von Philippsburg, wurde im Jahre 1848 zum Wahlmann für die Wahl der Mitglieder zur Nationalversammlung in Frankfurt für den damaligen Amtsbezirk Philippsburg gewählt. Darüber hinaus standen auf Seite der Freiheitsbewegung Mitglieder des Gemeinderates und des Bürgerausschusses sowie zahlreiche Bürger. Für Philippsburg ist die Feststellung interessant, dass unter den Männern, die am 13. Mai 1849 in Offenburg in den Landesausschuss kamen, der Name "Aurelius Cordel" zu finden ist.

 

Revolutionsschauplatz

Die politischen Aussprachen des Bürgervereins fanden im Gasthaus "Zum Drachen" statt, das genau gegenüber dem Großherzoglichen Amtsgebäude lag. Am 14. Mai machte Großherzog Leopold auf seiner Flucht nach Germersheim im Rheinsheimer Gasthaus zum Weinberg - dem Versammlungsort der Rheinsheimer Teilnehmer der Volkserhebung - Station, nachdem ihm der Einlass in die Festung zunächst verwehrt wurde.

 

In der Nacht vom 19. auf den 20. Juni hatten die Preußen den Rhein bei Germersheim überschritten und sind nach Rheinsheim und Philippsburg vorgedrungen. Anlaufpunkt für die Preußen war die etwas außerhalb der Stadt gelegene Engelsmühle, dem Elternhaus des oben genannten Aurelius Cordel. Bei einer Verfolgung von Aufständischen wurde Prinz Friedrich Karl, der Neffe des späteren Kaiser Wilhelm I., verletzt und musste sich in den Hof der Engelsmühle zurückziehen.


Reisen auf den Spuren der Geschichte und Demokratie
Die Straße der Demokratie führt Sie auf den langen Weg zur Freiheit, der im Südwesten Deutschlands begann.