Mahnmal des Friedens Der Künstler: Giacomo Manzù, wurde am 22. Dezember 1908 in Bergamo, Italien, als zwölfter Sohn einer Schuhmacher-
wurde am 24.02.1903 als Kind eines Druckers in Philippsburg geboren. In der Engelstrasse 6 – bei’s ’Herre Franze“ hat er seine Kindheit verbracht. In Philippsburg ging er auch bis zur 3. Klasse in die Volksschule. 1907 zogen seine Eltern nach Offenburg und richten dort eine Druckerei ein. Seine Ferien verbrachte er oft und gern in Philippsburg. Nach dem Abitur im Jahre 1921 begann er eine kaufmännische Lehre. und begann gleichzeitig ein Studium der Volkswirtschaft in Freiburg. 1929 übernimmt er den elterlichen Betrieb in Offenburg. Er promovierte kurze Zeit später an der Universität Erlangen zum Dr. rer. pol. Am 09.07.1931 heiratete er in Offenburg Aenne Lämminger. 1933 hatte sein Betrieb schon 100 Mitarbeiter, 1939 waren es schon über 600 Beschäftigte und zwanzig Jahre später sind es über 4000. Im Jahr 1950 wurde Dr. Franz Burda zum Ehrensenator der TH Karlsruhe ernannt. Er hat seinen väterlichen, in Philippsburg gegründeten und dann nach Offenburg verlegten Betrieb, aus kleinsten Anfängen heraus zur Weltfirma ausgebaut. Sein Werk lebt in seinen Kindern Franz Burda, Frieder Burda und Dr. Hubert Burda weiter (ab 1986).
Seine Treue zur Heimatstadt Philippsburg hat er in vielen großzügigen Spenden und Unterstützungen zum Ausdruck gebracht. Er war der große Mäzen für Philippsburg, wenn es darum ging, heimat-geschichtliche Belange zu wahren und zu erhalten Im Jahre 1958 stiftete er den Philipppus-Brunnen. Am 26.04.1958 verlieh ihm seine Heimatgemeinde die Ehrenbürgerschaft von Philippsburg. Als das alte Saalbachbett 1972 zugeschüttet worden war, stiftete er zur Neugestaltung für diesem Bereich die Senator Dr. Burda-Anlage. Er beauftragte den Bruchsaler Bildhauer Willy Klein, die historische Figur von Philippsburg während des Dreißigjährigen Krieges, den “Trommler“ zu schaffen. Im Bereich dieser Anlage hatte er einige Jahre später zwei weitere Kunstwerke an seine Heimatstadt geschenkt. Als die Frage sich stellte, das alte Gefängnis abzureißen, setze er sich für den Erhalt des Gebäudes ein und spendete eine beträchtliche Summe, um daraus ein Museum für die Geschichte von Philippsburg zu machen. Es trägt zu Recht seinen Namen. Dem Club Rheingraf von Salm e.V. Philippsburg und deren Mitglieder war er besonders verbunden. Der Club verlieh ihm am 23.09.1976 die Ehrenmitgliedschaft. An den Heimattagen im Jahr 1980 übergab er der Stadt das monumentale bronzerne Friedensdenkmal (“Mahnmal des Friedens - PAX AETERNA“). “Er blieb ein Mensch und allen denen zugetan, die ihm im Laufe seines Lebens menschlich irgendwie nahe standen. Daher rührt auch die Verbundenheit unseres Ehrenbürgers mit Philippsburg (Josef M. Fieser)“. Am 30.09.1986 ist er in Offenburg verstorben. Seine Frau Aenne, die ihn oft nach Philippsburg begleitete, starb am 03.11.2005 in Offenburg. Der Künstler und der Mäzen 1965 lernte Dr. Franz Burda Giacomo Manzù in Salzburg kennen. Dr. Franz Burda erkannte in ihm nicht nur einen guten Freund, sondern er bewunderte auch seine künstlerischen Fähigkeiten als einen genialen Bildhauer und Maler. Er kam mit dem Künstler überein, dass für Philippsburg, das von 1615-1800 Festung und oft Kriegsschauplatz zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich war, ein Denkmal für den Frieden geschaffen werden solle.
Dr. Franz Burda: “Beim ersten Gedankenaustausch für ein Denkmal, das ich meiner Heimatstadt schenken wollte, sprach ich von der ehemaligen Grenz- und Reichsfestung Philippsburg. Als er das Wort Festung hörte, erklärte er mir sofort, dass er für irgendetwas, was kriegerisch sein könnte, keinen Meißel anrühren würde. Irgendwo in einer Mappe seines Ateliers fand ich eine Zeichnung die mir sofort gefiel. Es waren Friedenstauben, die in alle Welt hinausflogen und darunter Kinder - zum Ausdruck der Freude dargestellt - dass sie in eine friedliche Welt geboren wurden und dass der Zustand ewig währen solle. Ich zeigte ihm dieses Blatt und sagte, nur müssten die Kinder auch singen und musizieren. Von dieser Idee war er begeistert. Und er begab sich ans Werk.“ Bei der Enthüllung des Denkmals am 1980 ging nochmals Dr. Franz Burda darauf ein, dass Philippsburg aus einer ehemaligen Festung durch dieses großartige Kunstwerk von Professor Giacomo Manzù zu einem leuchtenden Fanal für den Frieden geworden ist. “Mögen alle Menschen im gesamten Europa nie mehr die Schrecken des Krieges erleben. Das ist mein Wunsch, den ich mit diesem Geschenk an die Heimat verbinde“. Die Inschrift auf der Rückseite ![]() "Jahrhundertlang war diese Stadt eine Stadt des Krieges. Seit der Speyrer Fürstbischof Philipp von Sötern die friedliche Gemeinde Udenheim zwischen 1615 und 1623 zur Reichsfestung ausbaute und ihr den Namen Philippsburg gab. Hier herrschten immer Gewalt, Schrecken und Tod. Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen, der Dichter des 30-jährigen Krieges, der als Gefangener nach Philippsburg kam, schildert in seinem Simplicissimus die Greuel jener Zeit, da sich Deutsche, Franzosen, Holländer, Schweden und Spanier um den Besitz der Festung heiße Schlachten lieferten. In ihr lebten und kämpften Prinz Eugen, Ludwig von Baden (Türkenluois), Hermann von Baden, sowie die französischen Marschälle Turenne und Duras. Auch die folgenden Generationen erlebten nur kurze Zeiten des Friedens. Doch die Bürger verzagten nie. Auch nicht im Jahre 1801. Als Napoleon Philippsburg dem Erdboden gleichmachen ließ. Sie bauten ihre Stadt wieder auf. Heute ist Philippsburg eine Stadt des Friedens und dieses von dem Italienischen Bildhauer Giacomo Manzù geschaffene Relief soll eine Immerbleibende Mahnung sein, diesen Frieden zu wahren.´ Die Stadt Philippsburg dankt ihrem Ehrenbürger Herrn Senator Dr. Franz Burda, der am 24 Februar 1908 in ihren Mauern geboren wurde für diese Stiftung. Er gab sie im Jahre 1980 in die Obhut der Stadt und ihrer Bürgerschaft." Dr. Franz Burda: “Giacomo Manzù zählt zu den größten Bildhauern der Welt. Seine plastischen Werke genießen Weltruhm!“ Die Stadt Philippsburg und seine Bürger können stolz darauf sein, ein solches Monument in ihrer Mitte zu haben. Text und Foto: Geza Milvich | ||
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