Die Salmpyramide auf dem Philippsburger Friedhof ![]() Die Salmpyramide vom Jahre 1800 auf dem Philippsburger Friedhof ist ein Denkmal von kulturhistorischer Bedeutung und eines der ältesten Zeitzeugen der Philippsburger Festungsgeschichte. Sie hat eine wechselvolle Vergangenheit hinter sich. Mit dem Kugeldenkmal vom Jahr 1846 und dem Salm- und Kriegerdenkmal vom Jahr 1899 soll sie an den letzten Festungskommandanten der Reichsfestung Philippsburg (1798-1800), und an das schwere Bombardement von 1799 erinnern. Der Rheingraf wurde am 13. August 1742 als 12. Kind des Rheingrafen Carl Walrad Wilhelm von Salm-Grumbach und der Juliana Franziska, Gräfin von Prösing und Limpurg, geboren. Er befehligte bis zum Jahre 1798 die Truppen des fränkischen Kreises in der Festung Mainz während den Koalitionskriegen (1792-1801). Im Jahr 1798 wurde er Festungskommandant der Reichsfestung Philippsburg. Nach der ersten Blockade der Festung durch die Franzosen wurde er zum Reichs-Feldmarschall-Leutnant ernannt und erhielt für die tapfere Verteidigung der Festung den Maria Theresia-Orden des Hauses Habsburg.
Zweite Blockade der Festung und die Zerstörung von Philippsburg (1799) Am 6. September 1799 begann das schwere Bombardement gegen die Festung Philippsburg durch die französischen Revolutionstruppen unter General Leval und hatte Philippsburg bis zum 12.September in Schutt und Asche gelegt. Der Gegner beschoss mit seinen Batterien schwersten Kalibers 130 Stunden lang die Festung und Stadt Philippsburg. Der Amtmann Schoch schreibt “Dreiundneunzig Wohnungen (Häuser) dampfen noch unter ihren Ruinen, kaum 13 Häuser sind der Überrest der nunmehr verödeten Stadt“.
Salms Hilfeaufruf zum Wiederaufbau der Stadt (1799) Sein gedruckter Aufruf “An alle edlen Menschenfreunde“ wurde unmittelbar nach der Zerstörung der Stadt in ganz Deutschland und sogar im Ausland verteilt. Der Rheingraf wand sich in seinen Schreiben an die hohen und höchsten Höfe des Adels und weltlicher Geistlichkeit. In dem Aufruf schildert der Rheingraf das schwere Bombardement und bittet im Namen der Bürger um finanzielle Hilfe für die eingeäscherte Stadt. Insgesamt verzeichnete man für die Brandkasse einen Eingang von 103 095 Gulden.
Rheingraf-Salm's Tod (1800)Rheingraf Carl August von Salm-Grumbach starb am 08. September 1800, vier Wochen vor der Übergabe der Festung an die Franzosen “Er starb, nachdem er am 13. August sein 57. Lebensjahr zurückgelegt hatte“ (H. Nopp). Die feierliche Beisetzung fand auf der St. Trinitas-Bastion statt (später im Volksmund “Salmbuckel“ genannt). Der Oberst Faber als erster Offizier und sein Bruder Generalmajor Walrad von Salm-Grumbach überführten den Leichnam in Begleitung der Bürgerschaft zur Gruft. Der geistige Beistand war der Prediger Wolff vom Frankfurter Kontingent, da Salm protestantisch war. Beim Einsenken des Sarges in die Gruft wurden von den Geschützen der Festung Salut geschossen. Die Franzosen, welche die Festung belagerten, ehrten hochachtungsvoll den toten Gegner, indem sie den Salut erwiderten.
Das Ende der Reichfestung Philippsburg (1800) Am 20. September 1800 wurde zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich der Vertrag von Hohenlinden unterzeichnet. Die blockierten Festungen Philippsburg, Ulm und Ingostadt mussten der Französischen Armee zur “beliebigen Verfügung eingeräumt werden“. Das Ende des traurigen Aktes blieb dem Bruder des verstorbenen Kommandanten Walrad von Salm-Grumbach überlassen, auf welchen die letzte Kommandantschaft übergegangen war. Der Ausmarsch der Garnison erfolgte am 10.Oktober 1800. Am 18.Oktober 1800 war das Schicksal der Festung Philippsburg besiegelt. Napoleon wollte die komplette Schleifung der Festung. Französische Mineure und Sapeure unter Leitung des Geniekapitains Leger sprengten die Bastionen, Wälle und Blockhäuser in die Luft und 600 Schanzer machten die Anlage dem Erdboden gleich.
General Chapelle lässt für den verstorbenen Rheingrafen die Salmpyramide errichten (1800) Nach Übergabe der Festung an die Franzosen, ließ der französische Befehlshaber General Chapelle aus besonderes ausgesuchten Festungssteinen, aus Achtung vor dem Gegner und dem Menschen Rheingraf Carl August von Salm-Grumbach, eine Pyramide errichten. Er projektierte folgende Inschrift, die jedoch nicht zur Ausführung kam:
“Ci Jet un heros, qui a puit a puit resister aux francais combattens pour libre“ Die Pyramide blieb zunächst ohne äußeres Zeichen.
Die Salmpyramide wird auf den Philippsburger Friedhof umgesetzt (1811) Im Jahre 1811 wurde von der badischen Regierung angeordnet, dass die Festungswerke vollständig abgetragen wurden. Die sterblichen Überreste des Rheingrafen wurden dabei auf den hiesigen Friedhof umgebettet. Dazu holte man die Einwilligung der rheingräflichen Familie in Meerholz ein. Die feierliche Überführung fand am 16. April 1811 in Begleitung der Amts- und Gemeindevorstände sowie der Bevölkerung statt. Die militärischen Ehrenbezeugungen verrichteten die hiesigen Stadtdragoner. Das neue Grab mit der Pyramide war in der Mitte des Friedhofes angelegt. Die steinerne Pyramide vom französischen Befehlshaber General Chapelle blieb sein einziger Schmuck.
Die alte Garbinschrift vom Jahr 1811 Mit der Verwirklichung der alten Grabinschrift soll ein Zeichen gegenüber einem Menschen und gegen das geschichtliche Vergessen gesetzt werden, der die darbende Bevölkerung von Philippsburg in einer beispiellosen Hilfsaktion unterstützt hatte. Nachdem die Stadt durch das Bombardement der französischen Revolutionstruppen von 1799 nur noch ein rauchender Trümmerhaufen war, wandte sich Salm im Namen der Bürger an die höchsten Höfe des Adels und der weltlichen Geistlichkeit und bat um finanzielle Hilfe. Insgesamt verzeichnete man für die Brandkasse einen Eingang von 103 095 Gulden. Salm starb am 8. September 1800 hinter den Wällen seiner unbezwungenen Festung. Als das Grab 1811 auf den Philippsburger Friedhof umgebettet wurde, hatten sich die Verwandten und die Bürger entschlossen, das Denkmal aus Dankbarkeit an den Rheingrafen mit folgender Inschrift zu versehen, die jedoch nie zur Ausführung kam:
“Hier schlummert ein deutscher Mann, der tapfere Verteidiger Philippsburgs, Rheingraf Carl August von Salm, Feldmarschall-Lieutenant und Commandant der Truppen des löblich fränkischen Kreises, gleich trefflich als Feldherr, Mensch und Freund. Er starb am 8. September 1800 hinter den unbezwungenen Mauern seiner eingeäscherten Festung. Leicht sei ihm die Erde“.
Es war seine menschliche Größe, die ihn für Philippsburg unvergesslich machte. Mit der Gedenktafel soll an die Persönlichkeit erinnern werden, dessen Edelmut und Hilfsbereitschaft für immer mit unserer Stadt und Bürgern verbunden sein wird.
Der Club, die Stadt Philippsburg und die Sponsoren haben in einer gemeinsamen Aktion nach fast 200 Jahren dieses Vorhaben zur Vollendung gebracht. Aber von der Idee bis deren Realisierung, war es ein langer Weg. Das musste der Initiator dieses Vorhabens, Geza Milvich, zugleich Schatzmeister des Clubs Rheingraf von Salm e.V., erfahren. Bürgermeister Stefan Martus war von dem Vorschlag begeistert und bemühte sich erfolgreich um die Finanzierung der Gedenktafel.
Nachdem clubintern mit dem Ehrenmitglied, Maler und Grafiker Manfred Bentz über das Aussehen der Tafel Einigkeit herrschte, wurde die Vorlage für den Gemeinderat erarbeitet, der einstimmig am 17.10.2006 dem Vorhaben zustimmte. Dem Bürgermeister war es auch zwischenzeitlich gelungen, zwei Sponsoren für das Projekt zu gewinnen, Herrn Dieter Rauh, Philippsburg, 1.000 Euro, und die Sparkasse Karlsruhe, Kulturstiftung, 2.000 Euro. Für den Rest der anfallenden Kosten erklärte sich der Club bereit, dafür zu bürgen, so dass der Stadt hierbei keine Kosten entstanden. Der Bürgermeister gab jedoch sein Versprechen ab, dass bei der Anbringung der Tafel der Städtische Bauhof behilflich sein wird und dass die Stadt die Kosten des Empfangs zu bestreiten hatte. Die Verwaltung legte weiterhin fest, dass der Club alle Aktivitäten für die Auftragsvergabe zu übernehmen hat. Wie es sich später herausstellte, entstanden für den Club Ausgaben in Höhe von ca. 1.000 Euro.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Festakt zur Einweihung der Gedenktafel gemäß der Bedeutung der Person des Rheingrafens und seiner geschichtlichen Vergangenheit besonders eindrucksvoll gestaltet werden sollte, zumal der Fürst zu Salm-Horstmar als Salm-Nachfahre sein Kommen uns mitgeteilt hatte.
Immerhin galt es eine gute Tradition zu wahren, denn das Fürstenhaus war schon mehrmals bei festlichen Ereignissen in Philippsburg vertreten, so im Jahr 1799 bei der Einweihung des Krieger- und Salm-Denkmals und 1961 bei der Salm-Kaserne. Das Konzept zu den Feierlichkeiten wurde in mehreren Besprechungen mit dem Bürgermeister festgelegt. Hierzu waren vom Club beteiligt: Andre Schmitteckert Uli Pfitzenmeier, Geza Milvich und zusätzlich von der Stadtverwaltung Irena Schmitthuber.
Drei Tage vor der Einweihung konnten alle Beteiligte mit großer Erleichterung feststellen, dass die Bronzetafel rechtzeitig gesetzt werden konnte.
Der Empfang der Festgäste durch die Stadt
“Es hat sich gelohnt, die Stadt wieder zu errichten, urteilte der Fürst zu Salm-Horstmar. Er war zusammen mit seiner Gattin aus dem Westfälischen angereist und die Stadt hatte sich alle Mühe gegeben, dem Paar einen fürstlichen Empfang zu bereiten“, so berichtete die Presse über den hohen Besuch.
Der Festakt auf dem Friedhof Die Helfer der Stadt, vom Bauhof und der Gärtnerei, hatten auf dem Friedhof um die Pyramide einen festlichen Rahmen geschaffen. Die Feierstunde begann mit einem historisch zeitnahen Musikstück, gespielt von einem Ensemble der Philippsburger Musikschule unter der Leitung von Matthias Hutter. Der Bürgermeister Stefan Martus begrüßte das Fürstenpaar im Auftrag der Stadt und wies auf die historischen Verbindungen zum Fürstenhaus hin. Der französischen Delegation, der Gendarmerie aus Straßburg, sprach er den Dank für ihr Kommen aus, denn damit sollte dokumentiert werden, dass es in Europa nur gemeinschaftlich weitergeht. Allen Vertretern der Wirtschaft, Banken, Schulen und Philippsburger Vereinen wurden für ihr Kommen gedankt.
In seiner Rede wurde auf die große Bedeutung des Denkmals hingewiesen. Es nimmt einen hohen Stellenwert zwischen Frankreich und Deutschland ein, da die Entscheidung des Rheingrafen von großer Tragweite war und in die europäische Geschichte einging. Fast zweihundert Jahre war die Festung Philippsburg ein Streitpunkt zwischen Deutschland und Frankreich gewesen und die Militärstrategen wussten, wer die Festung Philippsburg besitzt, hat auch den Schlüssel zum Reich. So lautete auch der militärische Auftrag an Salm, der die Festung um jeden Preis halten musste.
Nach der Ansprache des Bürgermeisters spielte das Ensemble der Musikschule ein weiteres historisches Musikstück als Übergang auf die Laudatio des Präsidenten des Clubs Rheingraf von Salm. Er ging detailliert über die historischen Ereignisse von 1799 ein und zeigte die Rolle des Festungskommandanten auf. Deshalb hatte es sich der Club zur Aufgabe gemacht, dieses Vermächtnis zu wahren und es war für die Mitglieder Ehrensache, die Pflege des Grabmals zu übernehmen.
Er stellte in seiner Laudatio heraus: “Nicht Unerwähnt darf an dieser Stelle auch bleiben, dass sich unser Vorstandsmitglied, Geza Milvich, seit vielen Jahren um die Pflege und Instandhaltung dieses Denkmals kümmert. So wurde vor zwei Jahren mit ihm die Anlage renoviert und nun ist es gelungen, die vorgesehene Grabinschrift aus dem Jahr 1811 in Bronze gießen zu lassen und als Gedenktafel vor der Pyramide aufzustellen“.
Außerhalb des Friedhofes hatte der örtliche Sportschützenverein eine Abordnung Schützen abgestellt, die zur Enthüllung eindrucksvoll mehrere Kanonaden Böllerschüsse abfeuerten.
Das Abendprogramm Für den Abend in der Festhalle war die gesamte Bevölkerung von Philippsburg bei freiem Eintritt eingeladen. Die Durchführung des Festabends oblag in den Händen des Clubs. So musste die große Theaterkulisse vom Jahr 1999, das “Rote Tor“, auf die Bühne geschafft werden, der Schützenverein brachte seine schwere Kanone in Stellung und die städtische Gärtnerei zauberte eine wunderbare Dekoration in den Saal. Den zahlreichen Zuschauern, die sich eingefunden hatten, wurde ein kurzweiliger Abend geboten.
In dankenswerter Weise übernahm wieder die Musikschule mit den Solisten Eva Zacharias und Matthias Hutter den einführenden Part. Der Präsident des Clubs begrüßte in einer kurzen Ansprache die abendlichen Besucher und Michaela Seyfarth, in historischem Gewand, führte durch das Programm. Der Ehrenpräsident des Clubs, Ekkehard Zimmermann, sprach darüber, wie es dazu kam, dass der Club sich so vehement für die kulturhistorischen Belange der Heimatstadt eingesetzt hatte und zeigte anhand von Beispielen auf, welche Ziele bisher erreicht worden sind. Aber er wies auch darauf hin, dass wichtige Projekte noch nicht verwirklicht wurden. Danach zeigte die “Schwetzinger Hofgesellschaft“ mit ihren höfischen Tänzen aus der Zeit um 1800, wie man gut und prunkvoll leben konnte, wenn man sich nicht gerade im Schlachtfelde feindlich gegenüberstand. Die Musik aus der Zeit des Rokoko, die prachtvollen Kostüme und die Grazie der Tanzbewegungen verzauberten den ganzen Saal.
In den Rollen waren: Uli Pfitzenmeier, Dieter Orlowski, Axel Heft, Klaus Bühler, Marianne Bühler, Martha Milvich, Sprecherin: Michaela Seyfarth, Technik: Ralf Lorenz, Ton: Hausmeister Tibori, Assistenz: Hanne Heft, Maske: Maggi Klein, Regie: Uli Pfitzenmeier.
Bewusst wurde der Programmablauf so gewählt, dass die Zuschauer nachempfinden konnten, wie auf der einen Seite der höfische Glanz des Adels, zeitgleich dem Verderb und Untergangs einer belagerten Stadt gegenüberstand. In der Presse war zu lesen: “Alle Mitwirkenden brillierten durch eine fast professionelle Schauspielkunst, man fühlte sich in die Zeit und Handlung zurückversetzt“. Der Beifall der Zuschauer war entsprechend lang anhaltend.
Nachdem sich im wahrsten Sinne der Pulverdampf aus dem Saal verzogen hatte, konnte man für den Schlussauftritt den “Ökumenischen Gospelchor Philippsburg“, unter der Leitung von Frau Schwarz, auf die Bühne bitten. Der Chor mit 11 Frauen trugen ihre Lieder zur Freude der Zuhörer in einer heiteren Art vor und führten alle wieder in die aktuelle Zeit zurück. Die mit großem Enthusiasmus vorgetragenen Lieder rissen im Saal auch den letzten Zuhörer mit und die Liedvorträge wurden mit viel Beifall bedacht.
Nach dem Auftritt des Chors, bedankte sich der Präsident des Clubs bei allen, die mitgeholfen hatten, den Festtag in dieser Form mitzugestalten. Die Damen, Gattin des Fürsten und des Bürgermeisters, erhielten Blumensträuße. Für den Fürst hatte der Club noch eine Medaille vom Jahr 1999 “Erinnerung an die Zerstörung Philippsburgs vor 200 Jahren“, mit einem Porträt des dem Festungskommandanten ausfindig machen können. Eine schwere Bronzeplakette hatte der Bildhauer Helmut Esslinger als Double vom Medaillon der Gedenktafel anfertigt, die vom Bürgermeister weitergegeben wurde. Weiterhin hatte Geza Milvich noch am Tag zuvor ein großflächiges aktuelles Foto der Salmpyramide angefertigt und es rahmen lassen. Der Fürst zeigte sich sichtlich überrascht und bedankte sich in aller Form für den überaus freundlichen Empfang und für den ereignisreichen Tag. Er händigte dem Club eine wertvolle silberne Schale aus dem Besitz des Fürstenhauses mit dem Wappen seiner Familie aus. Der Fürst verabschiedete sich mit den Worten: “Dieser Tag war ein großes Geschenk für uns. Wir werden uns beim Stadtjubiläum im Jahr 2009 wieder sehen“.
Foto: Wolfgang Bubenitschek |
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Bereits im Vorfeld der Planung hatte sich der Philippsburger Bildhauer Helmut Esslinger um die Ausführung des Auftrages bemüht und legte dem Club noch im Jahr 2006 einen Kostenvoranschlag in Höhe von 3.100
Vor dem eigentlichen Festakt ging ein Empfang des Fürstenpaares durch die Stadt im Gasthaus “Zum Einhorn“ voraus. Eingeladen hierzu waren Vertreter der Stadtverwaltung und Gemeinderates, eine Abordnung des Clubs, eine französische Delegation der Gendarmerie in Straßbourg unter der Führung von Oberstleutnant Gils Weiten, die Sponsoren und die örtliche Presse. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Bürgermeister und dem Präsidenten des Clubs wurden Freundschaftsgeschenke ausgetauscht. Danach lud der Bürgermeister mit seiner Gattin zum gemeinschaftlichen Mittagessen ein. Zuvor erfolgte noch die Eintragung des Fürstenpaares in das goldene Buch der Stadt Philippsburg.
Nach dem Mittagessen wurde mit allen Gästen ein Stadtrundgang durchgeführt und das Waffen- und Festungsmuseum besichtigt. Die Führung übernahm Ekkehard Zimmermann in seiner bekannten fachlichkundiger Art. Es soll nebenbei festgestellt werden, dass das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte.
Die Rede des Fürsten stellte den Höhepunkt
Als Höhepunkt des Abends war ein Ausschnitt der Aufführung des Theaterstückes “Der letzte Kommandant“ durch die Theatergruppe Alt-Udenheim, von Uli Pfitzenmeier. Die dargestellte Szene war der Hauptteil der Handlung von 1799, als der Rheingraf die folgenschwere Entscheidung treffen musste, dass er die Festung nicht übergeben werde. Die Verweigerung der Übergabe führte zu dem 130-stündigen Bombardement durch die französischen Revolutionstruppen, das mit der Zerstörung Philippsburg endete. Als Untermalung dieser Szene verwandelte sich die Bühne in ein flammendes Inferno, das lautstark mit Kanonendonner und Rauch aus der Nebelkanone begleitet wurde. 