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OpenSource: Die "demokratische Marktwirtschaft"

Freie Software, OpenSource und Public Domain verändern die IT-Industrie nun seit einigen Jahren und werden immer mehr zum Motor eines innovativeren Software-Marktes, der volks- und betriebswirtschaftlich nicht mehr wegzudenken ist.

OpenSource - offene Quellen - steht für die unentgeltliche Offenlegung sämtlicher Quelltexte und Dokumentationen eines Softwareproduktes gegenüber der interessierten Öffentlichkeit. Dieses Prinzip garantiert hohe Transparenz, Sicherheit und Unabhängigkeit von der Produkt- und Marktpolitik eines einzelnen Anbieters.

Die sich ständig mehrenden „Schätze" des Open-Source-Marktes gilt es in eine Form zu bringen, in der sie wertschöpfend in jedem Unternehmen und jeder öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden können.

Darin besteht die Hauptaufgabe des Instituts für Medien- und Computersysteme .

Unbestechlicher Charme

Auf diese Weise entsteht ein sich selbst befruchtender Wertschöpfungskreislauf, an dem jeder einzelne Teilnehmer - ob Anwender, Entwickler oder Dienstleister - in demokratischer Gleichberechtigung teilnehmen und auch entsprechende demokratische Rechte in Anspruch nehmen kann. Unabhängig von seiner Größe und Stellung.

Die sich daraus ergebenden Vorzüge sind:

  • Investitionsschutz durch freie, technologieunabhängige Wahl des besten Anbieters zu jedem Zeitpunkt
  • Selbstbestimmung und maximale Flexibilität bei der Fortentwicklung der eingesetzten Software
  • Höhere Softwarequalität und Systemsicherheit
  • Keine Lizenzkosten

Mittlerweile kann es sich kaum noch ein Unternehmen leisten, auf OpenSource-Produkte und die damit verbundenen Werte zu verzichten. Gleiches gilt auch für die öffentliche Hand, welche gehalten ist, verantwortungsvoll mit dem Geld der Steuerzahler zu wirtschaften.

Big Player...

Die OpenSource-Bewegung entstand in den 1980er Jahren im akademischen Bereich als Schutz gegen die Ausnutzung einseitiger Rechtsstellungen. Sie war die Reaktion auf das Vorgehen des amerikanischen Telefon-Konzerns AT&T, welcher für sein Betriebssystem Unix plötzlich Gebühren von der Universität in Berkeley verlangte, obwohl große Teile durch Mitglieder der Universität in ehrenamtlicher Arbeit entwickelt worden waren. Die Universität stand urplötzlich im Regen.

Mittlerweile ­ über 20 Jahre später ­ tragen Software-produkte und Dienstleistungen im Wert von mehreren Milliarden Euro die Flagge von Open-Source. Namhafte Unternehmen wie IBM, Sun, HP, SAP, Apple und Novel segeln unter ihr und haben mit Hilfe von OpenSource-Strategien profitable Geschäftsmodelle aufgebaut. Unternehmerische Gewinnorientierung und OpenSource schließen sich dabei keineswegs aus: Unternehmen und andere Organisationen benutzen OpenSource-Produkte um ihre Geschäftsabläufe und IT effizienter zu gestalten. Gleichzeitig veröffentlichen sie selbst Software unter OpenSource-Li-zenzen bzw. tragen aktiv an der Entwicklung von Open-Source-Produkten bei.

Alleine die Firma IBM hat bis heute Produkte und Know-How im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar freigegeben. IBM kennt dabei klar seine Wettbewerbsvorteile und benennt sie:

  • Langfristig entscheiden sich Kunden für Anbieter, die ihnen größere Rechte und Freiheiten einräumen.
  • Eine über das eigene Unternehmen weit hinausreichende Zahl von Entwicklern und Testern beschäftigt sich mit der Software und verbessert das Produkt in einem evolutionären Prozess.

... und Big Stars

Nicht nur durch das Betriesbssystem Linux und den marktführenden Web-Server Apache hat Microsoft starke Konkurrenz bekommen. Mit OpenOffice hat SUN sein umfangreiches Office-Paket StarOffice unter OpenSource-Lizenz freigegeben und dem Anwender den Umstieg auf einen Microsoft-freien Arbeitsplatz wesentlich erleichtert.

Um die freie Programmiersprache Java haben SUN, IBM, SAP und viele weitere Unternehmen High-End-Systeme entwickelt, die eng mit der Java-Community verbunden sind und eine extrem hohe Qualität und Zuverlässigkeit von Software gewährleisten.